Ostara
Erstellt von nationalesaugsburg am 20. März 2010
Frühjahrs-Tagundnachtgleiche – (Ostern)
Termin: 20./21. Lenzing
Es ist das Gefühl der frühen Morgenstunden, wenn im Strauch oder dem Baum vor dem Fenster die Vöglein zwitschern und ein zuversichtsspendender Sonnenstrahl den neuen Tag einleitet. Nachdem man von der Sonne wachgeküsst wurde, zieht ein ein kühles Lüftlein durch das gekippte Fenster, welches sanft das Gesicht streichelt. Man geht aus dem Hause und bemerkt, daß die Tage wieder deutlich länger werden, die Temperaturen langsam steigen und die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Hier und da noch ein stürmischer Tag, ein kleiner Schnee- oder Hagelschauer, doch stets das Bewusstsein im Hinterkopf, daß sich der Winter verabschiedet. Die Blumen fangen an zu sprießen, in der Tierwelt beginnt ein emsiges Treiben und auch wir verspüren das Erstarken unserer Libido. Erwacht die Natur, so erwachen auch wir. Ob wir es wollen oder nicht, ob wir uns dagegen wehren oder nicht, ob wir es anerkennen oder nicht – die Sonne ist wieder auf ihrem Siegeszug! Ein niemals endender Zyklus des Werden , Sein und Vergehens. Zu Ostara wird das Werden deutlich spürbar.
Mit dem Ostarafest feiern wir den Frühling und damit auch einen Neubeginn. Heraus aus der Winterdepression, hinein in das Erblühen. Deswegen werden bunte Eier als Symbol der Metamorphose und Hasen als Zeichen der Fruchtbarkeit verwendet. Ostara, oder auch Eostra, hat vorchristliche Wurzeln und wurde im Jahre 325 unserer Zeit beim Konzil zu Nicaea auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gelegt. Der Hase scheint das heilige Tier Eostras gewesen zu sein, womit sich erklären lässt, weshalb das Essen von Hasenfleisch durch Bonifatius und Papst Zacharias im Jahre 755 verboten wurde. Mitte des achten Jahrhunderts war die Zeit der Christianisierung Zentraleuropas unter fränkischer Führung. Es war zwar möglich, den Menschen mit Gewalt gewisse Handlungen zu verbieten, dadurch manifestierten sich diese jedoch nur in anderer Form wieder. Die Menschen begannen Symbolgebäck zu backen, wie es auch von anderen Festanlässen her bekannt ist. Ein weiterer Brauch ist die schweigende Prozession der Frauen und Mädchen zu einer Quelle im Morgengrauen. Damit einher geht auch das Schmücken der Quelle, oder des Brunnens, wie es noch heutzutage in ländlichen Gegenden praktiziert wird. In unserer Region ist es beispielsweise die Stadt Königsbrunn, die ihrem Namen zur Osterzeit alle Ehre macht und den zentralen Brunnen prachtvoll schmückt.
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Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden ein besinnliche Rauhnächte und einen guten Start ins Kampfjahr 2010.
Vorgegeben sind der Zeitpunkt und der Anlaß, beides wird bestimmt von der natürlichen Ordnung der Natur. Das Mondjahr ist mit 353 Tagen um zwölf Tage kürzer als das Sonnenjahr, den Zeitraum zwischen dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahreskreises nennt man deshalb die Zwölften oder auch einfach die Zeit zwischen den Jahren, der unsere Ahnen besondere Kräfte zuschrieben. Das eigentliche Julfest erstreckt sich also über dreizehn Tage und zwölf Nächte und stellt deshalb einen Höhepunkt des Jahres dar, der angefüllt ist von vielen Bräuchen und Ritualen. Der Beginn der Julzeit (und gleichzeitig das Ende eines Naturkreislaufes) wird markiert durch die so genannte Wintersonnenwende, die um den 21. Julmond (Dezember) auftritt. Zu diesem Zeitpunkt erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand und wir erleben den kürzesten Tag und die längste Nacht. Ab jetzt werden die Tage wieder länger, die Kraft der Sonne nimmt zu und bringt uns schließlich einen neuen Frühling. Dieser Tag und die erste Julnacht werden meistens am ausgiebigsten gefeiert und stellen auch den Mittelpunkt dieses Artikels dar.
So fanden sich am 12. Julmond Kameraden aus Baden-Württemberg, Franken, Schwaben und Oberbayern zusammen. Alt und jung, Familien und Aktivisten, Freie Kräfte und Partei rückten zusammen und stimmten in denselben Kanon ein, der uns deutlich macht, daß wir nur als Ganzheit, als Volksgemeinschaft Veränderungen bewirken können. Wenn unsere stürmischen Gemüter zur Ruhe kommen, haben Hader und Zwietracht keinerlei Bedeutung mehr. Dann reichen sich Volksgenossen die Hände und begreifen sich als Teil des 2000jährigen Freiheitskampfes.
Erntedank ist vorbei und wir schreiten auf Allerheiligen zu, dem Totenfest. Ein Tag, an dem uns bewusst werden sollte, was andere vor uns erlitten haben, wie sie lebten, kämpften und starben. Alles Leiden hat ein Ende und so wird auch die Zeit deren Kameraden ein Ende haben, welche hinter Gittern sind. Deswegen folgt auf das Totenfest die Wintersonnenwende, an der sich das Licht aus eigener Kraft neu gebärt und sich losreißt aus den Fängen der Dunkelheit. Dieser fortlaufende Zyklus, den uns das Rad des Jahres als immerwährende Wahrheit offenbart, ist der Quell aller Hoffnung und Zuversicht. Er macht uns klar, daß Veränderungen nur durch Opferbereitschaft erbracht werden können. Auch begangene Fehler verzeiht uns dieser Zyklus, der uns fest in das Schicksal – dem Rahmen allen Seins – einbindet. Leben wir doch in der Gegenwart und stets für die Zukunft, welche sich am Willen zur stetigen Verbesserung und dem Lernen aus der Vergangenheit stärkt. Wer bereit ist jede Hürde zu nehmen, wer zu Boden geht und immer wieder aufsteht, wer am Ende von Narben übersät, als Greis den letzten Atemzug nimmt, um von der Ewigkeit sanft umarmt zu werden, dem ist Walhall gewiß.
Matthias Klostermayr, der am 3. September 1736 in Kissing das Licht der Welt erblickte, ist so manchem besser bekannt als der Bayerische Hiasl, oder „Robin Hood der bayerischen Wälder“. Als Wohltäter wurde er von den Armen und Hungernden geschätzt und als Rebell hielt er die Herrschenden in Atem.